17.04.2017: Ein emotionaler Abschied von Lorch

Evangelische Kirchengemeinde Lorch und Weitmars
verabschiedet sich von Pfarrerin Regina Korn

Sechs Jahre lang hatten Pfarrerin Regina Korn und ihr Mann Hans-Jürgen Hinnecke das Leben der Lorcher Gemeinde entscheidend geprägt und mitgestaltet. Nun führt sie ihr Weg weiter nach Bad Mergentheim.
Bei einem Gottesdienst und einem emotionalen Festakt kamen viele Wegbereiter aus geistlichem und geistigem Leben der Stadt, um sich persönlich zu verabschieden und die guten Wünsche für die neue Aufgabe auszusprechen.
In ihrer Abschiedspredigt verband Pfarrerin Korn die Geschichte der Emmaus-Jünger mit ihrem persönlichen Lieblingsweg entlang des Aimersbaches. Unterwegs sein, in Bewegung kommen, Umwege statt Stillstand, sich Sachen von der Seele laufen, beschrieb sie als heilsames Mittel für viele Lebenssituationen. Wie die Jünger damals durfte auch sie die letzten Jahre in einer Weggemeinschaft
zurücklegen, war nicht alleine unterwegs, konnte im Reden und Schweigen auf Begleiter vertrauen. So verstand sie auch ihren Beruf als den einer Wegbegleiterin, die eine Weile mit Menschen unterwegs ist und mit ihnen Geschichten des Lebens und des Glaubens erlebt. Zur Weggemeinschaft gehört nicht zuletzt auch die Gemeinschaft mit Gott, der mal näher mal ferner, aber nie unerreichbar, den Weg mitgeht. Sie hätte gerne noch ein weiteres Stück Weg in Lorch zurückgelegt, ,,es fällt schwer zu gehen", wusste auch Dekanin Ursula Richter. ,,Die Kürzung der Stelle um 50 Prozent aufgrund des Pfarrplanbeschlusses hat sie und uns hart getroffen." Sie dankte für die geleistete Arbeit, vor allem im Hinblick auf die Fusion, und lobte die ,,tröstliche, wunderschöne Musik", die den Abschied begleitete.
Die Lorcher Kantorei, Anna Rothaupt und Margarete Zeuner-Schwarz mit dem Bach'schen Violinkonzert in d-moll, Reinald Schwarz am Kontrabass, Bezirkskantor Thomas Brückmann und Klaus Rothaupt an den Orgeln, alle unter der Leitung von Verena Rothaupt, brachten in der Tat ein fulminantes Abschiedskonzert zu Gehör.
Nach einer kurzen Stärkung im Gemeindehaus folgten dann eine Vielzahl Grußworte, darunter auch von Schuldekan Dr. Harry Jungbauer und der Rektorin der Lorcher Grundschule Ana Fritz, die die Arbeit von Regina Korn als Lehrerin für evangelische Religion würdigten.
Aber auch Stadt (vertreten durch Heinz-Joachim Herzig), der Weitmarser Ausschuss (Claudia Hoffmann) sowie der Lorcher Kirchengemeinderat (rund um Vorsitzende Ruth Schenker), evangelische wie katholische Kollegen (Dr. Viola Schrenk, Christof Messerschmidt und Marc Grießer) oder Vertreterinnen der Kindertagesstätten fanden warme Worte des Dankes und der Anerkennung.
Sie rühmten die Spiritualität, den Einsatz für Godly Play und die stete Bereitschaft sich für Menschen und Mitarbeiter der Gemeinde einzusetzen. Vor allem den Ehrenamtlichen der Kinder- und Jugendarbeit war ihre Trauer über den Weggang deutlich anzumerken und spätestens beim musikalischen Abschiedsgruß der Kantorin Verena Rothaupt kullerten auch im Publikum die Tränen und die Taschentücher wurden hervorgezogen. Auch der Hauptperson und Schlussrednerin des Tages, Regina Korn, fielen die letzten Worte und der Dank an ihre Wegbegleiter sichtlich schwer: ,,Es war eine gute Zeit hier. Adieu!“

(Text: Miriam Siegfried, Remszeitung)

Der Pfarrplan 2018 wird zum 01.05.2017 umgesetzt

Die von der Bezirkssynode beschlossenen Kürzungen im Rahmen des Pfarrplans 2018 für den Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd werden dann umgesetzt, wenn eine der betroffenen Stelle frei wird. Da Pfarrerin Korn nach Bad Mergentheim wechselt, wird zum 01.05.2017 die Pfarrstelle Lorch-Süd um 50 Prozent gekürzt. Sie ist bereits zum 15.02.2017 mit 50 % ausgeschrieben worden.
Der Kirchengemeinderat hat sich auf die Kürzung in vielen Sitzungen vorbereitet und eine Geschäftsordnung so wie auch Dienstaufträge für die beiden Pfarrstellen der Kirchengemeinde beschlossen.
Dass eine Kürzung einer Pfarrstelle um 50 % Auswirkungen für die Gemeinde und für die Arbeit in der Gemeinde hat liegt auf der Hand.
Die wesentlichen Änderungen sehen so aus:
Das Seelsorgegebiet von Lorch-Nord wird um alle Wohnplätze erweitert, die nördlich der Bahnlinien liegen und die bisher zur Süd gehörten. D.h. einfach gesagt: Alle, die nördlich der Bahnlinie wohnen werden vom Pfarramt-Nord versorgt.  Für Seelsorge, Trauungen und Beerdigungen ist in dem Bereich Pfarrer Messerschmidt zuständig. Alle anderen Gebiete werden weiterhin von dem Pfarrer, der Pfarrerin auf der  Pfarrstelle Lorch-Süd versorgt. Lorch-Nord umfasst z.Zt. dann ca. 2100 Gemeindeglieder, Lorch-Süd ca. 1100 Gemeindeglieder.
D.h. für die Pfarrstelle Nord 4 Stunden Religionsunterricht (bisher 6 Stunden) und für die Pfarrstelle Süd 3 Stunden Religionsunterricht (bisher 6 Stunden).
Dem Kirchengemeinderat war wichtig, dass beide Pfarrer bzw. Pfarrerinnen in den Gottesdiensten der Gemeinde und an unseren Gottesdienstorten gleich präsent sind. Deshalb hält jeder der beiden Geistlichen ungefähr gleichviele Gottesdienste ab. Damit ist ein großer Teil des Dienstauftrags der Pfarrstelle Lorch-Süd definiert. Hinzu kommt die Seelsorge, der Unterricht an der Schule und die Verantwortung für die Kinderkirchen und Konfi 3. Damit ist der Dienstauftrag sehr gut gefüllt und auch deutlich profiliert.
Neben der Geschäftsführung der Kirchengemeinde (Personalverantwortung für rund 50 Mitarbeitende)  und die Zuständigkeit für die 4 Kindertagesstätten wird zukünftig der Konfirmationsunterricht von Pfarramt-Nord durchgeführt. D.h. es gibt keine Gruppe Süd und keine Gruppe Nord mehr, es gibt nur noch eine oder evtl. zwei Gruppen der Kirchengemeinde Lorch und Weitmars. Über die Frage, ob wir je nach Zahl der Konfirmanden und Konfirmandinnen einen oder zwei Konfirmationstermine benötigen, wird noch entschieden.
Die Gottesdienste in den Altenheimen werden von einem Team und nicht mehr von Pfarrer Messerschmidt allein gemacht. Zum Team wird auch Pfarrerin Dr. Schrenk aus Waldhausen gehören.
Es ist für die Kirchengemeinde ein tiefer Einschnitt und eine Veränderung. Gleichzeitig gehört das Unterwegssein und sich zu verändern zum Glauben und zur Kirche dazu. Wir sind ja unterwegs im Vertrauen, dass Gott mitgeht. So gehen wir auch in die Veränderungen Schritt für Schritt. 

Remstal Gartenschau 2019: Gestaltung Kirchhof

Im Jahr 2019 wird die Remstal Gartenschau stattfinden. Im Rahmen dieses Ereignisses wird wahrscheinlich der Kirchhof um die Stadtkirche ein anderes Gesicht bekommen. Um dafür vorbereitet zu sein, wurden bereits vor allem Eiben gefällt. Zur Erinnerung: Der Kirchhof war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts der Friedhof für die Lorcher. Aus der oder auch späteren Zeit stammen die Eiben auf dem Kirchhof, die ursprünglich als Grabbepflanzung dienten. Die Gräber sind mittlerweile aufgelöst, die Eiben sind weiter gewachsen. Der Kirchhof ist der zentrale Platz in der Stadt und wird von vielen aufgesucht, das soll auch weiterhin so sein. Gleichzeitig sind Wege uneben und müssen gerichtet werden, außerdem hat die Stadt mit Blick auf die Remstal Gartenschau eine Kooperation angeboten, bei der auch eine Neugestaltung des Kirchhofs im Blick ist. Die Umgestaltung ist noch nicht beschlossen, weil die Finanzierung noch nicht endgültig geklärt ist. Sollte allerdings eine Veränderung kommen, dann hat sich der Kirchengemeinderat für die Variante auf dem Plan entschieden, zusätzlich mit einem begehbaren Labyrinth.
Unabhängig von der Realisierung der vorgeschlagenen Maßnahme hat der Kirchengemeinderat entschieden, die Eiben auf dem Kirchhof zu entfernen, um schon Vorbereitungen treffen zu können und dem Kirchhof schon jetzt ein neues Gesicht geben zu können.
Wie bei jeder Veränderung ist nicht jeder gleich davon überzeugt und angetan. Manches Mal braucht es eine Weile, bis sich das Auge an das Neue gewöhnt.
Gleichzeitig liegt es aber in unserer Verantwortung, dass wir auch das uns Anvertraute verändern und weiterentwickeln. Mit Plan und Augenmaß.
Hier sehen Sie den Plan zur Umgestaltung des Kirchhofs der evangelischen Kirche!

Jeden zweiten Freitag im Monat: Friedensgebet

Immer am zweiten Freitag im Monat um 17:00 Uhr wird es ein Friedensgebet in einer der Ev. Predigtstätten auf dem Stadtgebiet Lorch geben. Das haben die beiden Ev. Kirchengemeinden Waldhausen und Lorch und Weitmars zusammen entschieden. Die gemeinsam von einem Vorbereitungsteam erarbeitete Liturgie wird in jedem Friedensgebet gleich bleiben. Inhaltlich verändern wird sich der jeweils aktuelle Bezug. Während der Termin – auch in Ferienzeiten - immer gleich bleibt, ändert sich der jeweilige Ort: Das Friedensgebet wandert durch die vier Ev. Predigtstätten auf dem Stadtgebiet. Der nächste Termin ist am 10.03.2017 in der Christuskirche in Weitmars. Die weiteren Termine und Orte sind: Am 12.05.2017 in der Stadtkirche Lorch und am 09.06.2017 in der Kapelle in Rattenharz.
 

Gedanken zum Logo der Ev. Kirchengemeinde Lorch und Weitmars

Die beiden Kirchengemeinderatsgremien von Lorch und Weitmars haben viele gemeinsame Sitzungen erlebt, seitdem klar war, dass die Pfarrstelle Lorch-Süd um 50% gekürzt wird. In beiden Gremien war schnell deutlich, dass die Reduzierung der Pfarrstelle auch strukturelle Veränderungen mit sich bringen wird. Deshalb haben sich beide Gemeinden entschieden, miteinander  zu fusionieren. Bei der letzten gemeinsamen Klausursitzung Anfang des Jahres 2015 wurde auch beraten, dass es für die neue Gemeinde Lorch und Weitmars ein neues Logo geben soll. Bei den auf der Klausur geäußerten Gedanken fielen einige Stichworte, welche die Richtung vorgegeben haben. Das Logo sollte Bewegung ausdrücken, etwas Verbindendes haben, offen sein und wenn möglich auch eine inhaltliche Botschaft haben. In der Sitzung wurde das “ & „ favorisiert. Da das sogenannte „kaufmännische und“ aber seinen Platz bei Firmen hat, hat der Oberkirchenrat davon abgeraten, genauso wie manche Gemeindeglieder bei der Gemeindeversammlung.
Die Ideen der Klausursitzung aufgreifend, haben die beiden Kirchengemeinderatsgremien sich auf das abgebildete Logo geeinigt.
Das Logo zeigt Bewegung. Es erinnert mich an ein Kreuz, das sich bewegt, läuft. Es ist offen, wie eine Schale, die empfängt und die in sich einen Kreis birgt. Keinen Anfang und kein Ende zu haben  ist ein Kennzeichen eines Kreises, weshalb der Kreis von alters her ein Symbol für Gott und seine Ewigkeit ist. Wer mag, kann auch eine Verbindung von oben  auf dem Berg und unten im Tal erkennen, wie es typisch ist für unsere Gemeinde. Manche wohnen im Tal, manche auf dem Berg.  Das Logo ist bewegt, es ist offen, es verbindet und zeigt, was  die Mitte ist und was trägt. Etwas Verbindendes hat es allein dadurch schon, dass beide Namen Lorch und Weitmars durch das Logo verbunden sind.
Gleichzeitig hat es eine einladende, offene Haltung. Wie offene Arme, die einen empfangen wollen, eine herzliche Einladung in unserer Gemeinde zu sein und begrüßt zu werden, ja auch gesegnet zu werden. Einer hat gesagt, die Haltung erinnert ihn an die Segnungsgeste der Pfarrerin, des Pfarrers am Ende des Gottesdienstes. Letztlich ein Zeichen der Gemeinschaft, das unterschiedliches verbindet, offene für Neues ist und sich ausgerichtet auf Gott weiß.