Neue Besuchsregeln für Weitmars

Seit dem 01.05.2017 gehört Weitmars in den Seelsorgebezirk des Pfarramt-Nord. In einer Kirchengemeinde sollten für alle die gleichen „Besuchsregeln“ gelten.
Bisher war das nicht so.
Ab dem 01.05. 2017 werden auch die Weitmarser nach den Prinzipien der restlichen Kirchengemeinde besucht. D.h. Pfarrer Messerschmidt besucht zum 75, zum 80, zum 85, und zum 90. Geburtstag, danach jedes Jahr.
In Weitmars war es bisher so, dass am 70 Geburtstag ein Besuch vom Pfarrer stattfand und ab dem 85. jedes Jahr. Das ist jetzt nach der Kürzung der Pfarrstelle Lorch-Süd um 50% nicht mehr möglich.
Zwischen den Besuchen des Pfarrers haben Besuche des Weitmarsers Besuchsdienstes stattgefunden. Die jetzt zusätzlichen Besuche sind nicht ohne weiteres von den Ehrenamtlichen zu leisten. Es wird aber nach einer Lösung geschaut. Wie die aussieht ist noch unklar.
Sollten Sie, egal welches Alter Sie haben, einen Besuch von Pfarrer Messerschmidt wünschen, rufen Sie bitte im Pfarramt an Tel.: 07172 7391 oder schreiben Sie eine Email:
Christof.Messerschmidt@elkw.de

17.04.2017: Ein emotionaler Abschied von Lorch

Evangelische Kirchengemeinde Lorch und Weitmars
verabschiedet sich von Pfarrerin Regina Korn

Sechs Jahre lang hatten Pfarrerin Regina Korn und ihr Mann Hans-Jürgen Hinnecke das Leben der Lorcher Gemeinde entscheidend geprägt und mitgestaltet. Nun führt sie ihr Weg weiter nach Bad Mergentheim.
Bei einem Gottesdienst und einem emotionalen Festakt kamen viele Wegbereiter aus geistlichem und geistigem Leben der Stadt, um sich persönlich zu verabschieden und die guten Wünsche für die neue Aufgabe auszusprechen.
In ihrer Abschiedspredigt verband Pfarrerin Korn die Geschichte der Emmaus-Jünger mit ihrem persönlichen Lieblingsweg entlang des Aimersbaches. Unterwegs sein, in Bewegung kommen, Umwege statt Stillstand, sich Sachen von der Seele laufen, beschrieb sie als heilsames Mittel für viele Lebenssituationen. Wie die Jünger damals durfte auch sie die letzten Jahre in einer Weggemeinschaft
zurücklegen, war nicht alleine unterwegs, konnte im Reden und Schweigen auf Begleiter vertrauen. So verstand sie auch ihren Beruf als den einer Wegbegleiterin, die eine Weile mit Menschen unterwegs ist und mit ihnen Geschichten des Lebens und des Glaubens erlebt. Zur Weggemeinschaft gehört nicht zuletzt auch die Gemeinschaft mit Gott, der mal näher mal ferner, aber nie unerreichbar, den Weg mitgeht. Sie hätte gerne noch ein weiteres Stück Weg in Lorch zurückgelegt, ,,es fällt schwer zu gehen", wusste auch Dekanin Ursula Richter. ,,Die Kürzung der Stelle um 50 Prozent aufgrund des Pfarrplanbeschlusses hat sie und uns hart getroffen." Sie dankte für die geleistete Arbeit, vor allem im Hinblick auf die Fusion, und lobte die ,,tröstliche, wunderschöne Musik", die den Abschied begleitete.
Die Lorcher Kantorei, Anna Rothaupt und Margarete Zeuner-Schwarz mit dem Bach'schen Violinkonzert in d-moll, Reinald Schwarz am Kontrabass, Bezirkskantor Thomas Brückmann und Klaus Rothaupt an den Orgeln, alle unter der Leitung von Verena Rothaupt, brachten in der Tat ein fulminantes Abschiedskonzert zu Gehör.
Nach einer kurzen Stärkung im Gemeindehaus folgten dann eine Vielzahl Grußworte, darunter auch von Schuldekan Dr. Harry Jungbauer und der Rektorin der Lorcher Grundschule Ana Fritz, die die Arbeit von Regina Korn als Lehrerin für evangelische Religion würdigten.
Aber auch Stadt (vertreten durch Heinz-Joachim Herzig), der Weitmarser Ausschuss (Claudia Hoffmann) sowie der Lorcher Kirchengemeinderat (rund um Vorsitzende Ruth Schenker), evangelische wie katholische Kollegen (Dr. Viola Schrenk, Christof Messerschmidt und Marc Grießer) oder Vertreterinnen der Kindertagesstätten fanden warme Worte des Dankes und der Anerkennung.
Sie rühmten die Spiritualität, den Einsatz für Godly Play und die stete Bereitschaft sich für Menschen und Mitarbeiter der Gemeinde einzusetzen. Vor allem den Ehrenamtlichen der Kinder- und Jugendarbeit war ihre Trauer über den Weggang deutlich anzumerken und spätestens beim musikalischen Abschiedsgruß der Kantorin Verena Rothaupt kullerten auch im Publikum die Tränen und die Taschentücher wurden hervorgezogen. Auch der Hauptperson und Schlussrednerin des Tages, Regina Korn, fielen die letzten Worte und der Dank an ihre Wegbegleiter sichtlich schwer: ,,Es war eine gute Zeit hier. Adieu!“

(Text: Miriam Siegfried, Remszeitung)

Der Pfarrplan 2018 wird zum 01.05.2017 umgesetzt

Die von der Bezirkssynode beschlossenen Kürzungen im Rahmen des Pfarrplans 2018 für den Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd werden dann umgesetzt, wenn eine der betroffenen Stelle frei wird. Da Pfarrerin Korn nach Bad Mergentheim wechselt, wird zum 01.05.2017 die Pfarrstelle Lorch-Süd um 50 Prozent gekürzt. Sie ist bereits zum 15.02.2017 mit 50 % ausgeschrieben worden.
Der Kirchengemeinderat hat sich auf die Kürzung in vielen Sitzungen vorbereitet und eine Geschäftsordnung so wie auch Dienstaufträge für die beiden Pfarrstellen der Kirchengemeinde beschlossen.
Dass eine Kürzung einer Pfarrstelle um 50 % Auswirkungen für die Gemeinde und für die Arbeit in der Gemeinde hat liegt auf der Hand.
Die wesentlichen Änderungen sehen so aus:
Das Seelsorgegebiet von Lorch-Nord wird um alle Wohnplätze erweitert, die nördlich der Bahnlinien liegen und die bisher zur Süd gehörten. D.h. einfach gesagt: Alle, die nördlich der Bahnlinie wohnen werden vom Pfarramt-Nord versorgt.  Für Seelsorge, Trauungen und Beerdigungen ist in dem Bereich Pfarrer Messerschmidt zuständig. Alle anderen Gebiete werden weiterhin von dem Pfarrer, der Pfarrerin auf der  Pfarrstelle Lorch-Süd versorgt. Lorch-Nord umfasst z.Zt. dann ca. 2100 Gemeindeglieder, Lorch-Süd ca. 1100 Gemeindeglieder.
D.h. für die Pfarrstelle Nord 4 Stunden Religionsunterricht (bisher 6 Stunden) und für die Pfarrstelle Süd 3 Stunden Religionsunterricht (bisher 6 Stunden).
Dem Kirchengemeinderat war wichtig, dass beide Pfarrer bzw. Pfarrerinnen in den Gottesdiensten der Gemeinde und an unseren Gottesdienstorten gleich präsent sind. Deshalb hält jeder der beiden Geistlichen ungefähr gleichviele Gottesdienste ab. Damit ist ein großer Teil des Dienstauftrags der Pfarrstelle Lorch-Süd definiert. Hinzu kommt die Seelsorge, der Unterricht an der Schule und die Verantwortung für die Kinderkirchen und Konfi 3. Damit ist der Dienstauftrag sehr gut gefüllt und auch deutlich profiliert.
Neben der Geschäftsführung der Kirchengemeinde (Personalverantwortung für rund 50 Mitarbeitende)  und die Zuständigkeit für die 4 Kindertagesstätten wird zukünftig der Konfirmationsunterricht von Pfarramt-Nord durchgeführt. D.h. es gibt keine Gruppe Süd und keine Gruppe Nord mehr, es gibt nur noch eine oder evtl. zwei Gruppen der Kirchengemeinde Lorch und Weitmars. Über die Frage, ob wir je nach Zahl der Konfirmanden und Konfirmandinnen einen oder zwei Konfirmationstermine benötigen, wird noch entschieden.
Die Gottesdienste in den Altenheimen werden von einem Team und nicht mehr von Pfarrer Messerschmidt allein gemacht. Zum Team wird auch Pfarrerin Dr. Schrenk aus Waldhausen gehören.
Es ist für die Kirchengemeinde ein tiefer Einschnitt und eine Veränderung. Gleichzeitig gehört das Unterwegssein und sich zu verändern zum Glauben und zur Kirche dazu. Wir sind ja unterwegs im Vertrauen, dass Gott mitgeht. So gehen wir auch in die Veränderungen Schritt für Schritt. 

Jeden zweiten Freitag im Monat: Friedensgebet

Immer am zweiten Freitag im Monat um 17:00 Uhr wird es ein Friedensgebet in einer der Ev. Predigtstätten auf dem Stadtgebiet Lorch geben. Das haben die beiden Ev. Kirchengemeinden Waldhausen und Lorch und Weitmars zusammen entschieden. Die gemeinsam von einem Vorbereitungsteam erarbeitete Liturgie wird in jedem Friedensgebet gleich bleiben. Inhaltlich verändern wird sich der jeweils aktuelle Bezug. Während der Termin – auch in Ferienzeiten - immer gleich bleibt, ändert sich der jeweilige Ort: Das Friedensgebet wandert durch die vier Ev. Predigtstätten auf dem Stadtgebiet. Der nächste Termin ist am 12.05.2017 in der Christuskirche in Weitmars. Die weiteren Termine und Orte sind: Am 09.06.2017 in der Kapelle in Rattenharz und am 14.07.2017 in der Martin-Luther-Kirche in Waldhausen. 
 

Remstal Gartenschau 2019: Gestaltung Kirchhof

Im Jahr 2019 wird die Remstal Gartenschau stattfinden. Im Rahmen dieses Ereignisses wird wahrscheinlich der Kirchhof um die Stadtkirche ein anderes Gesicht bekommen. Um dafür vorbereitet zu sein, wurden bereits vor allem Eiben gefällt. Zur Erinnerung: Der Kirchhof war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts der Friedhof für die Lorcher. Aus der oder auch späteren Zeit stammen die Eiben auf dem Kirchhof, die ursprünglich als Grabbepflanzung dienten. Die Gräber sind mittlerweile aufgelöst, die Eiben sind weiter gewachsen. Der Kirchhof ist der zentrale Platz in der Stadt und wird von vielen aufgesucht, das soll auch weiterhin so sein. Gleichzeitig sind Wege uneben und müssen gerichtet werden, außerdem hat die Stadt mit Blick auf die Remstal Gartenschau eine Kooperation angeboten, bei der auch eine Neugestaltung des Kirchhofs im Blick ist. Die Umgestaltung ist noch nicht beschlossen, weil die Finanzierung noch nicht endgültig geklärt ist. Sollte allerdings eine Veränderung kommen, dann hat sich der Kirchengemeinderat für die Variante auf dem Plan entschieden, zusätzlich mit einem begehbaren Labyrinth.
Unabhängig von der Realisierung der vorgeschlagenen Maßnahme hat der Kirchengemeinderat entschieden, die Eiben auf dem Kirchhof zu entfernen, um schon Vorbereitungen treffen zu können und dem Kirchhof schon jetzt ein neues Gesicht geben zu können.
Wie bei jeder Veränderung ist nicht jeder gleich davon überzeugt und angetan. Manches Mal braucht es eine Weile, bis sich das Auge an das Neue gewöhnt.
Gleichzeitig liegt es aber in unserer Verantwortung, dass wir auch das uns Anvertraute verändern und weiterentwickeln. Mit Plan und Augenmaß.
Hier sehen Sie den Plan zur Umgestaltung des Kirchhofs der evangelischen Kirche!

Labyrinth auf dem Kirchhof

Vor einigen Jahren hat sich das Thema Labyrinth durch die Geschäfte der Stadt Lorch gezogen. Das war in der Adventszeit. In vielen Schaufenstern waren Labyrinthe zu sehen oder Texte dazu zu lesen. Ein Höhepunkt in der Zeit war, dass nach dem Adventskonzert der Kantorei Lorch am 1.Advent auf dem Kirchhof ein Lichterlabyrinth aufleuchtete. Das hat viele Menschen beeindruckt und den Kirchengemeinderat damals veranlasst, das Thema Labyrinth aufzugreifen. Angedacht war zunächst ein dauerhaftes Labyrinth am Waldheim zu machen. Nach und nach hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass es auf dem Kirchhof viel näher bei den Menschen wäre und dem Platz einen besonderen Akzent verleihen würde. So hat es der Kirchengemeinderat dann auch beschlossen. Als klar wurde, dass es einen Besinnungsweg und die Remstalgartenschau 2019 geben würde, hat sich der Kirchengemeinderat entschieden, die Realisierung des Labyrinths damit zu verbinden.
Ein Labyrinth ist kein Irrgarten, es ist ein altes, auch christliches Symbol. Vermutlich das älteste christliche Labyrinth ist in der Reparatusbasilika in Algerien aus dem Jahr 324 nach Christus. Dort ist als Mosaik in den Boden eingelassen.
Im christlichen Bereich symbolisiert das Labyrinth die Wege meines Lebens. Die nicht immer gerade, sondern auch mal gebogen sind.  Der Lebensweg eines Menschen bewegt sich um Gott als dessen Mitte, ist aber mal mehr, mal weniger nah an der Mitte. Gottesnähe und Gottesferne als Lebenserfahrung werden so „erlaufen“. In der Gotik steht das Kreuz im Mittelpunkt des Labyrinths, damit wird ausgedrückt, dass wir überall von Christus berührt und getragen werden. In allen Wegstrecken unseres Lebens. Schließlich führt der Weg in die Mitte. Unsere Wege so unterschiedlich sie auch sein mögen, führen am Ende zu Gott. Damit wird das  Labyrinth auch zum Symbol für die Hoffnung auf Leben Jenseits des Todes.
Auf diesem Hintergrund lässt sich gut sagen, ein Labyrinth passt sehr gut auf einen ehemaligen Friedhof und in die unmittelbare Nähe einer Kirche, deren Ursprung in die Zeit zurückreicht, als Labyrinthe noch mehr als heute ein alltägliches christliches Symbol waren.