28. Juli 2019: Glaubensweg des Ev. Gemeindeblattes in Lorch

Einmal im Jahr lädt das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg seine Leser und auch alle anderen Interessierten zum sogenannten Glaubensweg ein, in diesem Jahr nach Lorch und zwar am Sonntag, den 28. Juli 2019. Nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr werden unter anderem Führungen in der Stadtkirche sowie auf dem neu eröffneten  Gedankengang zum Kloster angeboten, der Tag wird abgeschlossen von einem unterhaltsamen Vortrag von Jürgen Kaiser, und einer Abschlussandacht um ca. 16.15 Uhr.
Sie können selbstverständlich auch unseren Gottesdienst besuchen, und im Anschluss, z.B ab dem Mittagessen im Gemeindehaus den Glaubensweg mitbegehen.

29. Juni 2019: Tauffest am Remsmittelpunkt

Das von Gott Trennende im FIuss abwaschen
Vier evangelische Gemeinden haben am Remsmittelpunkt in Waldhausen zwölf Kinder getauft

Mit nackten Füßen steigt Lukas Golder in die Rems. Der Täufling sitzt sicher auf  dem Arm seiner Mutter. Das einjährige Mädchen im weißen Spitzenkleid schaut interessiert, als der Pfarrer den Taufsegen spricht, mit der Hand Wasser aus dem Fluss schöpft und ihr über das Köpfchen träufelt.
Zusammen mit ihr wurden am Samstag, 29. Juni 2019, zwölf Kinder am Remsmittelpunkt in Waldhausen getauft. Der Gottesdienst samt Altar am Fluss lief als Gemeinschaftsprojekt des Kirchenbezirks, weswegen neben den Waldhäuser  Pfarrern Ulrike und Lukas Golder auch Christof Messerschmidt aus Lorch, Eleonore Härter von der Gemeinde Lindach-Mutlangen und Jochen Leitner aus Großdeinbach dabei waren.
Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich am halbrunden Abgang zum Monolith im
Wasser viele Zuschauer versammelt. Der Posaunenchor Waldhausen läutete das Fest ein. Die Taufe sei das sichtbare Zeichen dafür, dass die Täuflinge von Gott geliebt und gerufen seien, sagte Jochen Leitner. Der Vergleich mit der Taufe Jesu am Fluss Jordan musste am Remsufer selbstverständlich fallen.  „Alles wird abgewaschen, was einen von Gott trennt", sagte Lukas Golder. Außerdem sei ein getaufter Mensch mit seinem Namen im Buch des Lebens eingeschrieben, Gott werde ihn immer beschützen und lieben. Nicht zuletzt sei dieser Mensch nun Teil der christlichen Gemeinschaft.
Christof Messerschmidt verlas die Namen der vier Kinder aus Lorch, die sich mit ihren Eltern und Paten um den Altar versammelten. Aus Waldhausen hatten sich drei Kinder gemeldet, außerdem eine Familie aus Stuttgart, wo Ulrike und Lukas Golder ihr Vikariat absolviert haben. Eleonore Härter hatte drei Familien dabei, Jochen Leitner einen Täufling. Schließlich stiegen die Pfarrerinnen und Pfarrer ins Wasser, immer eine Familie im Schlepptau, und vollzogen die Taufe. Ein fröhliches und zugleich feierliches Erlebnis: Besonders die Eltern, Paten und größeren Kinder  strahlten und genossen das kühle Wasser.
,,Was für eine schöne Atmosphäre", sagte eine Zuschauerin. Das ist so toll, dass die Taufe hier möglich ist", bekräftige eine Mutter. Eigentlich wollten sie und ihr Mann ihre Tochter erst taufen lassen, wenn diese ihr Einverständnis dazu geben kann. ,,Aber als wir von dieser Möglichkeit erfuhren, hat uns das sofort gefallen." Eine Taufe in freier Natur sei einfach wunderbar. Auch Christof Messerschmidt war begeistert. Allein, dass sich zwölf Täuflinge gemeldet hatten, sei ein Erfolg, sagte der Lorcher Pfarrer. Er hatte die Idee der Taufe am Fluss vor Jahren zusammen mit den Kirchengemeinderäten im Hinblick auf die Remstal-Gartenschau ausgearbeitet, damals war von einem ausgestalteten Remsmittelpunkt noch keine Rede.“ Der Platz eignet sich hervorragend für ein Tauffest", urteilte er nun. Man werde nun die Premiere auswerten und dann entscheiden, ob das Ganze wiederholt werden kann.
Cornelia Villani, Remszeitung

Bilder vom Tauffest sehen Sie hier!

… wenn Posaunenklänge durch die Innenstadt hallen und Menschen auf der Straße singen,
… die U-Bahn verstopft ist, aber jeder schaut, dass die andere einen Griff zum Halten hat,
… wenn Menschen sich zu fremden Nebensitzern umdrehen und Vertrauensübungen machen.

Dann hat die grüne Welle Dortmund erfasst. Grün - die „Farbe der Hoffnung“ war das Erkennungszeichen in Dortmund. Der grüne Schal um den Hals geworfen, der grüne Turnbeutel auf dem Rücken, die grüne gute Laune mit dabei und das Gefühl zu einer großen Kirchentagsgemeinde zu gehören, mit 100.000 anderen Christinnen und Christen aus Deutschland und anderswo.
Und so füllten sich die Tage: mit Bibelarbeiten und Vorträgen zu Umwelt und Schöpfung, mit Gesprächen an Messeständen auf dem Markt der Möglichkeiten, mit Konzertabenden und einem politischen Nachtgebet. Neu war für mich eine Kirche aus Containern, die aus Berlin auf den Kirchentag gekommen war. Wie die mobile Kirche aus Ruppertshofen, nur größer: aus 6 Containern zusammengebaut. Mit einem Stationengottesdienst zum Begehen darin. Und neu war für mich das Erlebnis an einem Internet-Gottesdienst teilzunehmen. Mit dem Handy in der Hand, in der Kirchenbank sitzend, konnte ich mich mit meinen Gedanken beteiligen, die dann vorne gelesen und zum Teil aufgenommen wurden. Eine Zukunftsvision? Für mich zumindest ist der Gottesdienst ohne Handy in der Hand ein spirituelleres Erlebnis.
Ich fand die fünf Tage in Dortmund sehr bereichernd. Nicht nur wegen der interessanten Veranstaltungen. Für mich ist die Stimmung in der Stadt beim Kirchentag ein gelebter Traum vom christlichen Leben, ein Geschmack vom Himmelreich:
1. Menschen kommen in Kontakt, einfach so. Da ist es nicht komisch, wenn sich jemand Unbekanntes in der noch leeren Kirche direkt neben mich setzt und fragt: „na, was hast du heute schon erlebt?“.
2. Menschen sehen das Engagement von anderen. So viele Helferinnen und Helfer, von Pfadfindergruppen bis Einzelpersonen, machen mit, dass der Kirchentag gelingen kann. Und weil alle wissen, dass es ohne die freiwilligen Helfer nicht ginge, fällt es leicht, sie anzulächeln und sich anerkennend zu behandeln.
3. Menschen sprechen von Gott und ihrem Christsein. Was sonst die Schamröte ins Gesicht treibt, ist hier normal: über Glaubensdinge sprechen. Bibel hinterfragen, anfragen, sich von Bibelworten in den Liedern und Gottesdiensten tragen lassen und so auf Gott hören.
Himmelreich-Geschmack: Den möchte ich, so gut es geht, in meinen Alltag mitnehmen. Und vielleicht tun das die anderen Kirchentagsbesucher auch, in ihren Gemeinden und Städten. So kommt Himmelreich-Geschmack ins Leben schon hier und jetzt. Denn hier ist Vertrauen!
Vikarin Almut Klose
 

Die Berliner ContainerKiezKirche
Foto: A. Klose

Parochie Vikarin Almut Klose

Parochie (Abgegrenzter Pfarrbezirk innerhalb einer Kirchengemeinde)
Zur Ausbildung gehört es in unserer Landeskirche dazu, dass ich als Vikarin einen eigenen Seelsorgebezirk bekomme. Das heißt ich werde ab Mitte Februar für die unten genannten Straßen in seelsorglichen und kirchlichen Fragen die Ansprechpartnerin sein. Dazu gehören Besuche zum Geburtstag und zu Jubelhochzeiten. Ich werde Taufen und Trauungen feiern, bei Trauerfällen begleiten und Verstorbene beerdigen, sowie seelsorgliche Gespräche führen. In den Wochen, in denen ich zur Ausbildung in Birkach auf Kurs sein werde, ist Herr Messerschmidt wie gehabt für meinen Bezirk zuständig. In der Vikarsausbildung ist es wichtig, dass ich in allen Bereichen des Pfarrberufs eigene Erfahrungen machen kann. Der eigene Seelsorgebezirk ist mir darum besonders wichtig.
Almut Klose

Parochie: Am Haldenberg / Haldenbergstraße / Bergstraße / Panoramastraße / Amselweg / Lerchenweg / Finkenweg / Bittingerweg / Sperberweg / Sonnenweg / Götzentalstraße / Am Götzenbach